Hauptspieltisch



Ab 1936 stand im unteren Chorraum ein neuer Hauptspieltisch mit 5 Manualen und Pedal. Er war mit einer vierfachen Setzerkombination ausgestattet. Der Spieltisch wurde durch die Firma Eisenschmid erbaut und stand im Münster bis 1964. Er wurde 1965 verkauft.
Zum Bau der vier neuen Orgeln 1964/65 wurde, wiederum durch die Firma Eisenschmid, ein neuer Spieltisch erbaut. Er hatte nun 4 Manuale und Pedal, sowie 8 Setzerkombinationen. In seien Dimensionen war er nach wie vor relativ groß und hoch, weswegen er im Zuge der Neugestaltung des Altarbereichs in den Jahren 1987-1990 durch einen neuen kompakteren Spieltisch ersetzt wurde. Dieser Hauptspieltisch wurde 1987 durch die Firma Fischer + Krämer, Endingen, erbaut. Es erfolgte eine Erneuerung eines Großteils der elektrischen Spieltechnik (v.a. die Verkabelung und Vernetzung der Orgeln) und die Umstellung auf ein BUS System im Jahr 2008 durch Freiburger Orgelbau Späth, nicht jedoch der Elektrik des Hauptspieltischs selbst.
Aufgrund technischer Probleme und Unzuverlässigkeiten wurde 2013 ein neuer Hauptspieltisch durch die Firma Klais Orgelbau, Bonn, erbaut. Ebenso erfolgte im gleichen Zusammenhang die Fortsetzung der 2008 bereits begonnen Arbeiten an der Spieltechnik der Orgeln, sodaß alle Systeme sich nun auf einem gleichen technischen Stand befinden. Im neuen Hauptspieltisch wurden schließlich auch zahlreiche technische Innovationen und neue Spielhilfen realisiert. Unter anderem wurde die weltweit erste Aufzeichnungs- und Abspielanlage entwickelt, mit der der Organist seine Stücke aufnehmen kann und diese im Kirchenraum über eine Fernsteuerung abhören und zusätzlich die Registerkombinationen (Klangfarben) bearbeiten und abspeichern kann.
Der neue Hauptspieltisch wurde großzügig mit Mitteln der Eugen-Martin-Stiftung unterstützt.
Die Manualverteilung in der Standardeinstellung und in der Anordnung auf den Spieltischterrassen (von links nach rechts):
| Chororgel | Chamadenwerk | Marienorgel | Michaelsorgel | Langschifforgel | Auxiliarwerk | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| IV. Manual | Chamaden | Brustwerk | (Tuba - floating)* | Labialwerk Lingualwerk | ||
| III. Manual | Schwellwerk | Récit | Physharmonika | |||
| II. Manual | Schwellwerk | Positiv | Solo | Rückpositiv | ||
| I. Manual | Hauptwerk | Hauptwerk | Hauptwerk | Hauptwerk |
Sämtliche Werke können allen Manualen und dem Pedal frei zugeordnet werden.
*) Die Tuba magna ist 'floating', kann also allen Manualen und dem Pedal einzeln zugeordnet werden, ohne dass die Generalkoppeln darauf wirken.
Fischer + Krämer Endingen, 1987
Freiburger Orgelbau Späth, 2008 (Umbau)
Aufstellung im Hochchor, 2014-2018