Krzysztof Urbaniak ist seit 2009 Professor für Orgel an der Staatlichen Musikhochschule in Łódź (Polen) und Dozent in der Orgelabteilung der Staatlichen Musikhochschule in Krakau seit 2013.
Seine Orgel- und Cembaloausbildung erhielt er an den Staatlichen Musikhochschulen in Warschau und Stuttgart bei Józef Serafin, Ludger Lohmann, Jörg Halubek und Leszęk Kędracki. 2012 promovierte er an der Musikhochschule in Krakau.
Krzysztof Urbaniak erhielt zahlreiche Preise bei großen internationalen Orgelwettbewerben und ist gefragter Juror. Eine intensive Konzerttätigkeit führte ihn in den letzten 20 Jahren nach Lettland, Finnland, Estland, Litauen, Schweden, England, Deutschland, Holland, Österreich, Portugal, Italien, in die Schweiz und nach Japan.
2013–2016 war er Artist-in-residence der Artur-Rubinstein-Philharmonie in Łódź, wo er seit 2017 Kurator beider Orgeln ist. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Orgelfestivals und der Orgelakademie in Pasłęk (Andreas-Hildebrandt-Orgel von 1717–1719), seit 2018 ist er künstlerischer Leiter des Orgelfestivals in Olkusz (Hans-Hummel-/Georg-Nitrowski-Orgel von 1611–1631).
Als Orgelexperte und Orgelsachverständiger des Kultusministeriums der Republik Polen konsultierte und begutachtete er mehrere aufsehenerregende Orgelrestaurierungen und Neubauprojekte europaweit. Seit 2023 ist er zudem Orgelexperte des Instituts für das Nationalerbe der Republik Polen.
Als Autor mehrerer Veröffentlichungen über Orgelbaukunst und orgelmusikalische Aufführungspraxis, entdeckte er 2012 zusammen mit Martin Rost die seit 1946 verschollenen Orgelwerke von Daniel Magnus Gronau, die die größte Sammlung der Registrierungsvorschriften aus der Zeit Johann Sebastian Bachs enthalten. 2015 erschien im Ortus Verlag (Beeskow) eine zweibändige Gesamtausgabe dieser Orgelwerke.